How To Sell a Murder House

Die Kritiken - How To Sell a Murderhouse

20.10.2015∙

How To Sell a Murder House ist an den folgenden Daten noch im Theater Neumarkt in Zürich zu sehen: 
Di 20. Okt., 20.00 Uhr / Mi 21. Okt., 20.00 Uhr / Fr 30. Okt., 20.00 Uhr / Sa 31. Okt., 20.00 Uhr / So 08. Nov., 18.00 Uhr / Fr 20. Nov., 20.00 Uhr / Sa 21. Nov., 20.00 Uhr

Hier die Kritiken zum Stück: 

«Die Autorin inszeniert erstmals alleine. Mit gewohnt spitzer Feder und recht solider Regiseurinnen-Hand skizziert Berg eine aus den Fugen geratene Welt voller sich bekriegender Salafisten. ... Das Unheimliche setzt die Bühnenbildnerin Janina Audick gekonnt mehrdimensional ins Bild: ein angedeutetes Zimmer, ein Fenster mit Aussicht auf einen Birkenwald, Vorhänge, auf die Videos projiziert werden, etwa solche vom Rotlichtviertel an der Zürcher Langstrasse. ... Sibylle Bergs Mörderinnenhaus ist eine wunderbar boshafte Demontage von Gender-Diskurs und verkorkster Beziehungen zwischen Männer und Frauen.» (Katja Baigger, NZZ)

 

«Die Burgtheater-Mimen Caroline Peters und Marcus Kiepe geben in wechselndem Outfit jeweils die Frau und den Mann – brillant in der genauen und farbenreichen akustischen Vergegenwärtigung des Textes und im Spiel, das von der fein dosierten mimischen Regung bis zum vehementen Körpertheater reicht.» (Südkurier)

«Geschlechterkampf, Emanzipation, Gleichstellung – natürlich! Aber mit der gewohnten bergschen Unverkrampftheit.» (Bruno Rauch, sda)

«Für etwas Ruhe und Ablenkung sorgen da ... das atmosphärische Bühnenbild, inklusive Birkenwald, von Janina Audick und die szenische Videoinstallationen von Kathrin Krottenthaler.» (Murièle Weber, NZZ am Sonntag)

«Wer aber Frauen im Waldrappenkostüm ... steckt, macht eigentlich nur Theater, und das macht Sibylle Berg eben hier in eigener Regie. Und sie macht das gut ... Marcus Kiepe macht seine Sache gut. ... Was die Frau sagt, sagt Caroline Peters, und sie sagt das, wie das nur eine Schauspielerin wie sie es sagen kann: Caroline Peters hat immer auch im Blick, was zwischen den Wörtern steht.» (Stefan Busz, Der Landbote)

«Die Schauspieler Caroline Peters und Marcus Kiepe spielen routiniert die wechselnden Paare: den Manager und seine Vorgesetzte, den Vereinsamten und die im Internet bestellte Osteuropäerin, den Nerd, der im Netz das ewige Leben finden will, und seine Freundin, die ihm kaltschnäuzig dabei behilflich ist, seinen Synapsen die letzte Lötung zu erteilen.» (Hubert Spiegel, FAZ)

«Die Zwei Schauspieler Caroline Peters und Marcus Kiepe machten das bestens – wobei es Peters einfacher hatte, gab sie doch trotz mehrmaligem Rollenwechsel fünfmal den selben Typ Frau: selbstsicher, überlegen, überspannt. Kiepe hingegen schlüpfte virtuos von der Rolle des angeberischen, bald in die des geschlagenen, ja winselnden Hundes. ... Frau und Mann erfüllten auch die szenischen Anforderungen, schliesslich war das Rundherum flott arrangiert: Da gabs viel Schwung, klischeefreie Gesten, Symbolik, Video, Musik ... Alles war wohldosiert, nie wurde das Wort bedrängt. Und so lauschte man denn den vier Szenen mit Prolog und Finale ...» (Christian Berzins, BZ)